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Lange Filmnacht

Gästeliste:

Händchen haltend und scheinbar verliebt wie am ersten Tag: Schauspielerin Gesche Tebbenhoff und "Weggefährte" Manfred Stücklschwaiger konnten den ganzen Abend über gar nicht voneinander lassen...

...Und das taten die Partyfans dann auch voller Aufmerksamkeit, denn so konnten selbst "Insider" wie die Schauspieler Gesche Tebbenhoff und Manfred Stücklschwaiger ihre Filmarbeit mal von der ganz anderen Seite und inmitten ihrer Anhänger und Beobachter betrachten...

TV Movie

- Hintergrund:

Auch privat sind Manfred Stücklschwaiger und Gesche Tebbenhoff ein Paar. Die beiden Schauspielerkollegen leben zusammen in München.

Berliner Zeitung:

Ein starkes Team

"Diese Reihe ist ein Glücksgriff für mich": Gesche Tebbenhoff spielt in den "Sperling"-Krimis die Assistentin von Dieter Pfaff

Selbst geübte Fernsehzuschauer erkennen Gesche Tebbenhoff meist nicht auf den ersten Blick. Bestenfalls fühlen sie sich erinnert an jemanden, den sie in irgendeinem Film schon mal gesehen haben. In "Rosa Roth" vielleicht? Da spielte Gesche Tebbenhoff die Ostberliner Kneipenwirtin Effi. In diesem oder jenem "Tatort", der einen oder anderen Serie? Auch richtig. Gesche Tebbenhoff war in "Soko 5113", "Balko" und "Kommissar Rex" zu sehen - zwar nie in den ganz großen Rollen, meist war sie die Mörderin oder zumindest eine Verdächtige. Insofern ist ihre Rolle als Ermittlerin in der ZDF-Reihe "Sperling", in der sie den kühlen Gegenpol zum intuitiv ermittelnden Dieter Pfaff spielt, so etwas wie ein Glücksgriff für die 35-Jährige.

"Sperling" steht für Qualität, mit Dieter Pfaff zu spielen, mache einfach Spaß, sagt Gesche Tebbenhoff. Zudem lässt ihre Rolle der Kerstin Sprenger viele Möglichkeiten offen. "Sie überrascht, weil sie immer wieder sehr frauenuntypische Positionen vertritt", sagt Gesche Tebbenhoff. Besonders deutlich wird das in dem jüngsten Fall, der "Sperling und das letzte Tabu" heißt. Es geht um das heikle Thema Inzest, Kommissar Sperling verdächtigt einen Freund und Familienvater, die Tochter jahrelang missbraucht zu haben. Doch da sich Sperling nur auf Vermutungen stützt, findet er diesmal keineswegs die ungeteilte Zustimmung seiner Kollegin.

Dass sie bei "Sperling" mit bühnenerfahrene Kollegen wie Achim Grubel, Felix Eitner oder Anna Böttcher zusammenarbeitet, freut die Theaterschauspielerin Tebbenhoff. Die Vorbehalte zwischen denen, die von der Bühne kommen und denen, die über die Modelkarriere beim Fernsehen landen, sind groß. "Wir Theaterleute gelten als zu ernst. Andererseits sehen wir, dass unter den Quereinsteigern aus der Modelszene nicht viele gute Schauspieler sind. Echte Talente sind die Ausnahme", sagt sie.

Zur Schauspielerei kam die Berlinerin durch einen Zufall. Nach dem Abitur sollte sie ein Jahr auf ihren Studienplatz für Theater- und Medienwissenschaften warten. Die Zeit nutzte sie, um in Bochum an der Aufnahmeprüfung für die Schauspielschule teilzunehmen. "Ich wurde genommen und damit war klar: Ich werde Schauspielerin."

Auf die Schauspielschule folgte das erste Engagement in Münster. Drei Jahre lang spielte sie die Weltliteratur hoch und runter. "Ich habe viel gelernt, aber das war eine echte Tretmühle." Am Staatstheater in Saarbrücken ging es genauso weiter. "Irgendwann musste ich feststellen, dass ich 28 Jahre alt war und überhaupt kein Privatleben hatte."

1996 verließ Gesche Tebbenhoff das Theater und wechselte zum Fernsehen. RTL hatte ihr die Hauptrolle in einer Serie angeboten. Doch zwei Wochen vor Drehbeginn platzte die Produktion. Die Serie war der Pro Sieben-Reihe "Die Straßen von Berlin" zu ähnlich. Für die ZDF-Serie "Die Aubergers" stand sie schließlich erstmals vor der Kamera. "Das war ein neuer Beruf", sagt sie. "Wenn die Kamera läuft, muss man von jetzt auf gleich Emotionen zeigen." Etwas, was Gesche Tebbenhoff besonders liegt. "Ich kann aus dem Stand echte Tränen heulen." Nur nicht bei der zehnten Wiederholung. "Dafür haben manche Regisseure kein Gefühl. Die möchten, dass schon bei der Probe Tränen fließen und wundern sich, dass später bei der tatsächlichen Aufnahme die Augen nur noch rot aussehen."

Gesche Tebbenhoff konnte sich in verschiedenen Rollen ausprobieren. An manche Filme erinnert sie sich gern, andere waren eher anspruchslos. "Nachdem ich zweimal eine lesbische Frau gespielt hatte, kamen ständig Rollenangebote als cooler Vamp", sagt sie. Doch da hatte Dieter Pfaff sie schon als Assistentin für Sperling ins Auge gefasst.

"Das Angebot kam im richtigen Moment", sagt Gesche Tebbenhoff. Die Lage auf dem TV-Markt änderte sich - weg von Eigenproduktionen, hin zu "Big Brother" und den Millionenshows. Seitdem sei die Situation kaum besser geworden. "Ich kenne Kollegen, die haben dieses Jahr noch nicht gearbeitet", sagt sie - und braucht sich selber keine Gedanken zu machen. Denn die "Sperling"-Reihe ist sehr erfolgreich, eine weitere Folge wird gerade gedreht.

 

Quelle unbekannt:

 

 

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